Frankfurt, 19. August 2011

DIC: MainTor-Areal beginnt mit Hauptabbruch

  • Baubegleitkonzept zur Schonung von Anrainern, Passanten und Verkehr verabschiedet
  • Baustart Primus am 1. November 2011

Die DIC beginnt am kommenden Montag, 22. August 2011, mit dem Hauptabbruch für das MainTor-Areal. Am Wochenende werden die Vorbereitungs- und Absicherungsmaßnahmen, zu denen vor allem geschützte und barrierefreie Wege für die Fußgänger zählen, begonnen.

Die Abbrucharbeiten starten mit einer sorgfältigen Entkernung der inneren Gebäudeteile. Diesem Prozess folgt dann der Abbruch der Außenmauern der einzelnen Gebäude. Begonnen wird mit dem Südbau am Main, dem dann der zentrale Kreuzbau folgt. Erst in der letzten Phase folgt der Ostbau zur Innenstadt, damit er möglichst lange als natürlicher Schallschutz zur Stadt dienen kann; den Abschluss bildet der Mainbau, der bis Oktober noch die Sonderausstellung des MMK beherbergt. Die Abbrucharbeiten werden im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein. Mit den Arbeiten sind erfahrene Firmen aus dem Rhein-Main Gebiet beauftragt.

Um einen reibungslosen Ablauf zu sichern, der Anrainer, Passanten und den Verkehr in der Innenstadt möglichst schont, arbeitet die DIC seit 6 Monaten im Rahmen intensiver Vorbereitungsmaßnahmen an einem umfassenden Baubegleit-Konzept mit vier Schwerpunkten, das jetzt verabschiedet ist:

  • Sicherung der denkmalwerten Bauteile: In enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt der Stadt, dem historischen Museum und weiteren Experten wurden alle denkmalwerten Bauteile identifiziert, und es wurde festgelegt, wie sie abmontiert und erhalten werden können. Prominentestes Bauteil ist die historische Frankfurter Steinfigur „Metallgießer“. Sie wird durch Experten vor Baubeginn aus dem Ensemble herausgelöst, restauriert, konserviert und in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt wieder an einer passenden Stelle der Neubauten integriert. Weitere erhaltenswerte Objekte sind der historische Schlussstein im Torbogen, Spolien aus der Fassade des Laborbaus oder der Mägdeleinsbrunnen.
  • Whisper-Field: Die Minimierung von Lärm- und Schmutzbelästigung für die Anrainer und den passierenden Verkehr ist das Ziel dieser Konzeption, die zusammen mit dem TÜV Hessen, der diese Bauphase auch kontinuierlich überwacht, entwickelt wurde. Zum Beispiel kommt der größte Long-Neck-Bagger Deutschlands zum Einsatz (Gewicht: 180 t), der einen zentralen Beitrag zur Minimierung der Rückbauzeiten leistet. Zur Reduzierung der Schmutzbelästigung werden die massiven – und damit staubintensiven – Bauteile in den Wintermonaten abgebrochen, wenn die Fenster der umliegenden Büros geschlossen sind. Im Übrigen ist die Baustelle als reine Tagesbaustelle konzipiert, so dass in der Regel in der Nacht und an den Wochenenden nicht gebaut wird.
  • Minutiös geplante Ablauf- und Verkehrslogistik: Ein darauf spezialisiertes Ingenieurbüro für Baulogistik ist beauftragt, in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden der Stadt Frankfurt eine optimale verkehrslogistische Planung zu erarbeiten und bei der Realisierung zu betreuen. Dazu zählen beispielsweise barrierefreie und ampelgeführte Übergänge, die der Sicherheit der Fußgänger dienen, indem sie den Baustellenverkehr von den Fußgängerbereichen weitestgehend trennen.
  • Kommunikationsoffensive: Die DIC hat mit der Realisierung der Bebauungspläne für das MainTor-Areal eine umfassende Kommunikationsoffensive gestartet, die zwei Zielrichtungen verfolgt:
    • Zum einen sollen die Bürger der Stadt Frankfurt über das, was im Zentrum ihrer Stadt passiert, gut informiert sein. Dazu bietet die DIC kontinuierlich über eine eigene Website (www.maintor-frankfurt.de), über Presse-Mitteilungen, mit einem Magazin („The Riverside“) und dem „Blue Room“ im MMK auf dem MainTor- Areal alle relevanten Informationen zu diesem Projekt an.
    • Die zweite Zielgruppe sind die Menschen, die in der unmittelbaren Nachbarschaft arbeiten und leben. Sie werden in persönlichen Gesprächen, Informationsveranstaltungen und auch mit persönlicher Post über alle Schritte informiert; für den Fall, dass irgendwo Hilfe benötigt ist, wird eine Hotline eingerichtet. Besondere Aufmerksamkeit erfahren das Theater „Komödie“ und das „Schauspiel“ sowie die „Oper“ Frankfurt, auf deren Spielpläne und Probenbetrieb Rücksicht genommen wird.

Stefan Blümm, Geschäftsführer der DIC-Projektentwicklung: „Uns ist wichtig, dass Frankfurt das MainTor als Bereicherung erlebt. Dazu gehört auch, dass die Abbruch- und Bauphase möglichst wenige störende Effekte mitbringt. Wir tun alles, was mit moderner Technik und professionellem Know How möglich ist, um das Umfeld zu schonen.“

Baubeginn Primus:

Am 1. November 2011 starten die Baumaßnahmen für den Rohbau im Rahmen des ersten Bauabschnitts mit dem Gebäudekomplex „Primus“, der schon im Sommer dieses Jahres an den bekannten Frankfurter Immobilieninvestor Professor Carlo Giersch verkauft wurde. Mitte 2013 wird das Gebäude bezugsfertig sein. Dort wird auch die DIC ihr Headquarter beziehen.

Der Primus-Gebäudekörper wird vollständig entkernt, so dass er nur in seiner Kubatur erhalten bleibt und vollumfänglich, mit neuer Fassade, neuer Haustechnik, nach den höchsten Nachhaltigkeitsstandards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) modern gestaltet wird. Das Gesamtinvestitionsvolumen dieses 1. Bauabschnitts (Abbruch, Herrichtarbeiten sowie der Bau des Primus-Gebäudes) beläuft sich auf rund 50 Mio. Euro. Die zuständigen Behörden der Stadt Frankfurt haben die Abbruchgenehmigung bereits erteilt; der Bauantrag für den Neubau ist eingereicht.

Das Primus-Gebäude liegt an der Neuen Mainzer Straße 20 und damit verkehrsgünstig direkt am U-Bahn-Knotenpunkt Willy-Brandt-Platz. Die knapp 5.550 m2 Gewerbemietflächen verteilen sich auf die 12 Geschosse des 46 m hohen Gebäudes. Primus zeichnet sich durch einen Arkadengang sowie eine Dachterrasse mit einmaligem Skyline- und Altstadt-Blick aus.

Der Frankfurter Immobilien-Investor DIC ist ein ausgewiesener erfahrener Entwickler von innerstädtischen Liegenschaften. 2004 hatte die DIC beispielsweise die 57 Filialen der Frankfurter Sparkasse erworben und zum Teil neuen Bestimmungen zugeführt. Zu den DIC-Projekten der vergangenen Jahre gehören in Frankfurt so renommierte Projekte wie die Stadtbibliothek, das Bienenkorbhaus, Nespresso in der Goethe-Straße oder der Grünhof. Auch wurde das zentrale Innenstadtareal der ehemaligen Hauptpost in Erfurt entwickelt und realisiert.

Über das MainTor-Projekt – The Riverside Financial District:

Mit dem Projekt „MainTor-Quartier“ gestaltet die DIC-Gruppe in Frankfurt das Areal zwischen Untermainkai und Weißfrauenstraße neu. Dabei wird das bislang geschlossene Gelände nicht nur neu bebaut, sondern auch wieder zu einem öffentlichen Raum, der sich mit Wegen und Straßen in die umliegenden Stadt-viertel fest integriert. The Riverside Financial District – mit dem MainTor-Quartier wird das Mainufer des Frankfurter Bankenviertels architektonisch aufgewertet und städtebaulich vollendet. Die Realisierungsphase der weiteren Bauabschnitte entsteht im Kontext der kommenden Mietabschlüsse. Bis 2015 soll das gesamte MainTor-Quartier fertiggestellt sein. In dem leer geräumten zukünftigen Abbruchgebäude, das über mehrere Jahrzehnte Teile der Degussa-Hauptverwaltung beherbergte, ist bis Mitte Oktober ein Teil der Jubiläumsausstellung des Museums für Moderne Kunst (MMK) zu sehen.

Über die DIC

Die bundesweit tätige DIC (Deutsche Immobilien Chancen) mit Sitz in Frankfurt wurde 1998 gegründet und zählt mit ihrem innovativen Investmentansatz sowie ihrer Fokussierung auf den deutschen Markt zu den führenden und erfolgreichsten deutschen Firmen, die sich auf Transaktionen im gewerblichen Immobilienmarkt spezialisiert haben. Zu ihren Geschäftsfeldern zählen Portfolio- und Assetmanagement, das sie über die im SDAX börsennotierte DIC Asset AG betreibt, sowie Projektentwicklung und Opportunistische Investments. An der DIC Asset AG ist sie aktuell mit rund 40 Prozent beteiligt. Das von der DIC-Immobiliengruppe gemanagte Immobilienvermögen beläuft sich heute auf rund 3,2 Mrd. Euro. Der Kreis der Aktionäre setzt sich aus Beteiligungsgesellschaften, mehreren Versicherungen, internationalen Investoren sowie Family Offices zusammen.

Weitere Informationen über die DIC finden Sie im Internet unter www.dic-ag.de.